Beschäftigte setzen klares Zeichen vor dem Abgeordnetenhaus
Rund 500 Kolleginnen und Kollegen aus der GASAG-Gruppe haben gestern vor dem Berliner Abgeordnetenhaus ein deutliches Zeichen gesetzt: „Hände weg von der Konzession“ – so lautete die zentrale Botschaft unseres Protests gegen die geplante vorzeitige Kündigung der Gasnetz-Konzession.
Als Konzernbetriebsrat bedanken wir uns ausdrücklich bei allen Beschäftigten, die trotz kurzer Vorlaufzeit ihre Sorge um die Zukunft unseres Unternehmens sichtbar gemacht haben. Der Protest verlief geordnet, geschlossen und respektvoll.
Breite politische Gesprächsbereitschaft
Vor Ort suchten Vertreterinnen und Vertreter der Parteien das Gespräch mit den Mitarbeitenden. Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, der CDU und der Linken nahmen sich Zeit, unsere Argumente und Sorgen anzuhören und Fragen zu stellen. Unsere Position wird verstanden:
Eine isolierte Kündigung der Gasnetz-Konzession gefährdet nicht nur die Zukunft der GASAG-Gruppe, sondern auch die verlässliche Umsetzung der Berliner Wärme- und Klimawende.
Auch Jörg Stroedter (SPD) konnten wir unsere Perspekt
ive als Beschäftigte und als betriebliche Interessenvertretung klar und deutlich darlegen. Die Gespräche waren intensiv – und sie haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass unsere Stimme gehört wird, bevor politische Entscheidungen getroffen werden, die weitreichende Folgen für die gesamte Energieversorgung der Stadt und für 1.700 Arbeitsplätze hätten.
Warum wir protestieren
Die vorzeitige Beendigung des laufenden Konzessionsvertrags würde ein komplexes, jahrelanges Verfahren auslösen. Für die GASAG-Gruppe hätte dies potenziell gravierende Konsequenzen:
- Das Gasnetz als zentraler Bestandteil des Unternehmens würde, herausgelöst.
- Die wirtschaftliche Grundlage der Gruppe würde massiv geschwächt.
- Eine Zerschlagung in Einzelbereiche wäre ein realistisches Szenario.
- Personalabbau und tiefgreifende Umstrukturierungen wären kaum vermeidbar.
Damit stünde eine 178-jährige Berliner Unternehmensgeschichte auf dem Spiel. Als betriebliche Interessenvertretung warnen wir seit Monaten davor, dass der eingeschlagene Weg nicht zur oft betonten Rekommunalisierung der gesamten GASAG-Gruppe führt – sondern so das Gegenteil bewirken könnte.
Ein starkes Zeichen der Belegschaft
Der Protest vor dem Abgeordnetenhaus hat eines gezeigt:
Die Beschäftigten der GASAG-Gruppe stehen zusammen – für ihre Arbeitsplätze, für eine verlässliche Energieversorgung und für eine Wärmewende, die auf Kooperation und Planungssicherheit basiert.
Wir werden weiterhin das Gespräch mit den politischen Entscheidungsträgern suchen, Fakten darlegen, Verantwortung übernehmen und aufzeigen, welche Risiken die Kündigung der Konzession für Berlin bedeutet.
Tatze drauf…!

